Autarkie

Permakultur: Für eine bessere Zukunft

Permakultur ist eine hervorragende und in meinen Augen unumgängliche Alternative zu der weit verbreiteten Form der industriellen Feldwirtschaft in Monokultur. Bereits bei der Planung wird viel Wert auf Artenreichtum, Ausnutzung der vielen verfügbaren Pflanzebenen, sowie einer möglichst einfachen Bewirtschaftung gelegt. Die ersten Jahre ist der Arbeitsaufwand allerdings deutlich höher als in der Monokultur, was auf viele Menschen abschreckend wirkt. Selbst die so genannten Agrarexperten müssen mittlerweile jedoch zugeben, dass Erträge die mit Hilfe von permakulturellen Methoden erwirtschaftet wurden, sich mit denen der konventionellen industriellen Landwirtschaft messen können.

Diese Experten führen jedoch den erhöhten personellen Arbeitsaufwand als Gegenargument ins Feld. Leider vergessen diese Experten aber dabei zu erwähnen, dass Permakultur ohne schwere Arbeitsgeräte auskommt und dementsprechend der Kostenfaktor für umweltschädliches Arbeitsgerät den personellen Mehraufwand ausgleicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Permakultur komplett ohne künstlichen Dünger oder Pestizide jeder Art auskommt, die auch einen großen Teil der Kosten bei der konventionellen Landwirtschaft ausmachen. Abgesehen von der Einsparung dieser umweltbelastenden Schadstoffe kommt hinzu, dass eine Permakultur ihrem Namen entsprechend permanent, also dauerhaft ohne Pflügen des Bodens auskommt, was die Speicherfähigkeit des Bodens für Feuchtigkeit deutlich verbessert und den Boden nicht wie bei der Bearbeitung mit schweren Traktoren verdichtet. Da der Boden permanent vor Sonneneinstrahlung geschützt ist, befinden sich auch hier deutlich mehr Mikroorganismen nahe der Oberfläche des Bodens, was den flach wurzelnden Pflanzen eine bessere Versorgung mit Nährstoffen verschafft.

Der herausragendste Vorteil der Permakultur stellt in meinen Augen der Boden dar. Dieser ist mit einer Vielzahl an Pilzen, Mikroben, Bakterien und Kleinstlebewesen deutlich fruchtbarer als konventionelle Felder. Durch den Artenreichtum, schützen sich die verschiedensten Pflanzen und Tiere gegenseitig und halten die Natur in einem Gleichgewicht in dem keine Art eine andere benachteiligt. Wir sehen in der Natur das perfekte Beispiel für Kooperation. Auf einer Fläche auf der eine einzige Art überwiegt, wird der Boden nach kurzer Zeit so ausgelaugt, dass sich andere Arten nicht mehr halten können. So kann ein einziger sogenannter Schädling, eine ganze Art in windeseile großflächig ausrotten. Der selbe “Schädling” fällt unter Umständen auch in einer Permakultur mal eine Pflanze an, aber schon fünf Meter weiter kann die gleiche Pflanze stehen und wird von ihm ignoriert, weil sich zwischen den beiden Pflanzen andere Arten befinden von denen er sich fern hält. Auf der anderen Seite, geben beispielsweise die Leguminosen (Bohnen, Klee usw.) Stickstoff an den Boden ab der anderen Pflanzen zugute kommt. Derartige Funktionsweisen gibt es zahlreiche. Selbstverständlich ist die Komplexität einer Permakultur deutlich herausfordernder, als sich auf einen Traktor zu setzen und ein Feld ab zu mähen, aber in meinen Augen erlernbar.

 

Orientierung an der Natur

Permakultur orientiert sich stark am Vorbild der Natur. Die Beobachtung von Pflanzen, Tieren und örtlichen Gegebenheiten wie Wind, Wasser, Temperatur und Lichtverhältnissen, dient als Grundlage für die Planung. Denn die vielfältigen Ökosysteme der Natur sind an Effizienz und Nachhaltigkeit unübertroffen. Es werden auf kleinem Raum Ökosysteme aus mehrjährigen und sich selbst vermehrenden einjährigen Pflanzen und Tierarten geplant und umgesetzt. Bei der Umsetzung wird dann das alte Erfahrungswissen von unterschiedlichen Kulturen mit den neueren Methoden und Techniken kombiniert, sodass Lebensräume gestaltet werden können, die die menschlichen Grundbedürfnisse erfüllen und trotzdem ökologisch unbedenklich sind. In einer Permakultur entsteht kein Abfall der entsorgt werden muss. Alles wird zu 100% verwertet. Durch die Kombination von Pflanzen die sich gegenseitig unterstützen, wachsen diese Pflanzen nicht nur schneller, sondern schützen sich auch gegenseitig vor unerwünschten Einflüssen wie den in der Monokultur gefürchteten Schädlingen, die in meinen Augen eigentlich die Nützlinge sind die das Ökosystem wieder ins Gleichgewicht bringen wollen. Viele der so verteufelten “Schädlinge” sind in einer Permakultur erwünscht und gehören zum Ökosystem dazu. Die Natur hatte Milliarden von Jahre Zeit sich zu entwickeln. Machen wir uns diese Erfahrung zunutze und arbeiten wir mit, statt gegen die Natur.

 

Der soziale und ökologische Aspekt

Über die sozialen Vorteile der Permakultur brauchen wir uns nicht streiten. Eine ökologische, der Natur nachempfundene Umgebung ist nicht nur ein Ort an dem man sich gerne aufhält, sondern bietet eine gesunde und wohltuende Atmosphäre für jeden der weiß, dass man nicht nach Wespen schlägt.

Experten kritisieren den erhöhten “personellen Arbeitsaufwand”, vergessen dabei aber, dass wir Millionen Menschen in diesem Land und Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben die derzeit keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Durch die Einsparung der Kosten für schweres Arbeitsgerät und chemische Produkte zur Produktivitätssteigerung, ist die Finanzierung von vielen Arbeitsplätzen möglich, welche das Selbstwertgefühl der derzeit arbeitslosen Menschen steigert, sie finanziell absichert, die Umwelt schützt und eine Versorgung der Menschheit mit gesunden Nahrungsmitteln sicherstellt. Gegenstimmen die behaupten, eine großflächig angelegte Umstrukturierung der konventionellen Landwirtschaft hin zu einer Permakultur wäre nicht finanzierbar, vergessen leider viel zu oft, dass die Schäden die wir bisher mit der Art unserer Landwirtschaft angerichtet haben nicht mit einem Cent in die Kosten/Nutzen-Analysen der Experten einfließen. Würde dies der Fall sein, würden auch die Experten an ihren Schreibtischen erkennen, dass die Permakultur die einzig sinnvolle Art der Produktion von Nahrungsmitteln darstellt. Vom Aspekt der Qualität der Nahrungsmittel die ohne Pestizide hergestellt werden, brauchen wir an dieser Stelle glaube ich kein weiteres Wort verlieren.

Leider sieht die Agrarlobby das anders. Eine Art Lebensmittel anzubauen bei der Monsanto & Co weniger oder gar keine Umsätze mehr generieren ist für diese Interessengruppen natürlich ein Teufelswerk, dass im Keim erstickt werden muss. In diesem Fall wird dann immer auf die Arbeitsplätze in den entsprechenden Industrien hingewiesen die dann wegfallen würden. Und auch hier wird natürlich wieder verschwiegen, dass viel mehr neue Arbeitsplätze in der Permakultur entstehen, als in der Industrie wegfallen. Und ich kann jetzt zwar nur für mich sprechen, aber ich würde lieber 12 Stunden mit anderen naturverbundenen Menschen in einer Permakultur arbeiten, als in Schutzkleidung 8 Stunden hinter einem Schaltpult zu stehen und Knöpfe zu drücken. Aber das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

Über das Thema lässt sich natürlich viel mehr sagen als es an dieser Stelle möglich ist und dieser Beitrag stellt nur einen groben Einblick in die Zusammenhänge der Permakultur dar. Auf unserem Discord-Server (https://discord.gg/wBSpAuQ) oder auf dem Server “Die Natur und Ich” von Chris (https://discord.gg/CVJRYCG) befinden sich zahlreiche Kompetenzen auf diesem Gebiet, die Euch gerne bei Fragen zum Thema Permakultur hilfreiche Informationen sowie Quellen zur Verfügung stellen.

Wir haben die Möglichkeit die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Gemeinsam sind wir in der Lage den Wandel den wir sehen wollen selbst zu leben und Andere dazu zu inspirieren sich ebenfalls für eine besser Zukunft einzusetzen. Denn eines steht bereits jetzt fest: Die Zukunft wird kommen… machen wir´s besser!

Eigentlich Südamerika im Blick, gehört er zu den Menschen die schon lange entschlossen sind das “gute Leben” durch Naturverbundenheit und Selbstbestimmung nicht länger vor sich her zuschieben. Ein Mann der Tat also, der zu den Pionieren des Projekts gehört und sich nicht nur sehr gut mit Permakultur auskennt.

3 Gedanken zu „Permakultur: Für eine bessere Zukunft

  1. Ich hatte zuvor noch nie von Permakultur etwas gehört. Dieser Artikel hat mir die Zusammenhänge eindeutig klargemacht, dennoch weiß man am Ende nicht so genau, was Permakultur eigentlich ist. Eine Definition am Anfang hätte dem abgeholfen.

    Der Aspekt der Umwelt, die geschont wird, die gesunden/gesünderen Produkte, die dabei herauskommen und die Menschen, die wieder mehr Bezug zur Natur haben geschweige denn überhaupt eine Arbeit, die sie frohen Herzens angehen können – all das macht Permakultur laut diesem Artikel zu einer zukunftsfähigen Anbaumethode.

    Für mich hören sich all diese Vorteile wie das Paradies schlechthin an, jedoch glaube ich, ist auch ein Punkt, weshalb man Permakultur oder allgemein anderen Anbaukulturen eher ablehnend gegenüberstehen kann, dass sie nicht mit dem Bild unserer Zukunft vereinbar ist – in der Produkte in unglaublichen Massen hergestellt werden und sich Menschen gar nicht mehr darum zu kümmern brauchen.

    Aber ehrlich gesagt – auf solch eine Zukunft hätte ich mich auch gar nicht gefreut. Eine Zukunft, in der der Mensch nur noch im Kopf lebt um Pläne für die Maschinen zu schmieden und dabei vollkommen den Bezug zur Natur verliert.

    Klar hat der Mensch die Fähigkeit, abstrakt zu denken. Ich bin mir jedoch sicher – und das sieht man ja auch an den zunehmende Zahlen der in Psychotherapien behandelten Fälle und allgemein psychischen Erkrankungen – dass der Mensch trotz dieser Fähigkeit, die ihn von Pflanzen und Tieren grundlegend unterscheidet, den Bezug zu genannter Natur benötigt.

    Er benötigt Werte. Wenn man jedoch vollkommen abseits der Natur nur noch darüber nachdenkt, wie man irgendeinen Ablauf optimieren, effizienter gestalten kann, Produkte und Menschen/Arbeitskräfte nur noch in Zahlen sieht – und das nur auf dem Egoismus aufbauend, Geldgewinn zu machen, die Umwelt etc. vollkommen vernachlässigend, dann, ja dann, so glaube ich,
    ist es vollkommen logisch, dass man früher oder später erkrankt.
    Psychisch wie physisch.

    Da wünsche ich mir dann doch lieber Permakultur.

    Das waren nur mal meine Gedanken hierzu.

    LG
    Katharina Hohenfels

    1. @ Katharina Hohenfels
      … in der Tat,
      es klingt hier bei Neuland, als ob paradiesische Zustände erreicht werden könnten und
      Permakultur ist ein Wert, der verfolgt werden soll …

      … dennoch liegen die eigentlichen “Werte” im Menschen selber … der Mensch muss eine gewisse Bewusstseinsstufe erreichen um dem satanischen Treiben dieser Welt
      entgehen zu können …

      … leider wird hier bei Neuland für eine Plattform außerhalb geworben,
      die sich Zwietracht (discord) nennt … und das passt für mich nicht zusammen … entsprechendes Klientel tummelt sich dann dort auch … nach meiner Erfahrung …

      … die Führung von “Neuland” will es aber so … wie man es mir bereits mitteilte …

      … anstatt also die ebenso hochbeschworene Autarkie mit eigenen, machbaren Mitteln zu nutzen,
      werden hier außerhalb liegende, dämonische Internetplattformen genutzt
      um etwas scheinbar göttliches aufzubauen …

      Trotz Permakultur und Autarkie, die jetzt schon keine ist,
      ist der Untergang hier also schon vorprogrammiert,
      sollte diese Führungs-Riege nicht bald von göttlicher Weisheit berührt werden und
      die Autarkie auf ihrer eigenen Internetseite starten …

      Das ist meine Sicht der Dinge und jeder darf das gerne anders sehen …

  2. … an Permakultur führt in der Zukunft kein Weg vorbei …
    … Menschen die sich damit auskennen und
    es anderen liebevoll beibringen können,
    sind wichtige Säulen der neuen Zeit …

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