Häufig gestellte Fragen

1. Habt Ihr konkrete Pläne zur Finanzierung?
In erster Linie setzen wir auf die Eigeninitiative der zukünftigen Bewohner beim Bau ihrer Behausungen und um das Grundstück mit Hilfe von Crowdfunding bzw. Spenden zu finanzieren. Abgesehen vom möglichen Erwerb einer eigenen Parzelle, sollen Unterstützer im Gegenzug auch bei uns Urlaub machen oder beispielsweise eine Baumpatenschaft übernehmen können. Neben Schenkungen und Sachspenden, ist auch eine Plattform um Privatdarlehen zu erhalten geplant. Später kommen Einnahmen durch Tourismus sowie den Vertrieb von eigenen Produkten hinzu.

2. Was ist wenn jemand gar kein Geld hat, aber mitmachen möchte?
Fähigkeiten sind mindestens genau so wichtig wie das Einbringen von Geld. Wer wirklich Lust hat sein Leben zu verändern, fragt Freunde, verkauft Sachen die er nicht mehr für ein autarkes Leben benötigt oder hilft uns einfach durch das Verbreiten des Crowdfundingvideos Geld für das Projekt zu sammeln, woraufhin wir möglicherweise in der Lage sein werden Darlehen zu vergeben.

3. In welcher Form wollt Ihr dieses Projekt vor möglichen “Angriffen” von außen schützen?
Als Rechtsform möchten wir einen Verein oder eine Stiftung gründen. Da wir nichts Ungesetzliches tun und uns nicht zu verstecken brauchen, besteht nur noch die Gefahr durch die Mainstream-Medien diffamiert zu werden. Sich gegen den Vorwurf zu wehren wir seien esoterische Spinner, völkische Siedler, Systemverweigerer oder ähnliches, ist vermutlich reine Zeitverschwendung.

4. Gibt es eine Ausstiegsmöglichkeit, falls mir das Projekt nicht mehr gefällt?
Natürlich kannst Du deine Parzelle, also deinen Teil des Grundstückes wieder verkaufen, an den Verein oder andere Interessenten. Du kannst dem Verein kündigen oder einfach auf uns zu kommen und das Gespräch suchen. Wir sind bemüht für jeden eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

5. Was ist mit Wasser oder Abwasser, habt Ihr dafür eine Lösung?
Wasser sollte auf jeden Fall in Form eines Brunnen, Sees, Flusses oder Quelle zur Verfügung stehen, das produzierte Abwasser wiederum sollte so unbelastet sein, dass es für die Natur nicht schädlich ist. Methoden wie die Nutzung einer Trockentoilette, das Waschen mit Efeu, Kastanien, Asche oder Essig hilft dabei das Abwasser biologisch abbaubar zu machen.

6. Wie wird das Projekt geleitet oder geführt?
Es wird ein Regelwerk geben, dass wir alle gemeinschaftlich ausarbeiten, dessen Regeln wir alle zusammen einhalten und untereinander durchsetzen können. Niemand soll dabei Macht über andere haben. Der Aufgabenbereich „Gemeinderat“ wird die Finanzen verwalten, da wir sicherstellen müssen dass mit der Gemeinschaftskasse verantwortungsvoll umgegangen wird und um zu verhindern dass dem Dorf willentlich geschadet wird.

7. Was ist wenn ein Mitglied krank wird, sich zum Beispiel ein Bein bricht?
Jeder sollte die Verantwortung für seine Gesundheit wieder in die eigenen Hände nehmen und kann sich dabei vom Aufgabenbereich „Medizin“ unterstützen lassen. Bei Notfällen wie einem offenen Bruch, besteht natürlich die Möglichkeit Dich mit Geld aus der Gemeinschaftskasse in ein Krankenhaus zu bringen oder Dir die Hilfe zukommen lassen die Du benötigst.

8. Was ist mit Nahrung im Allgemeinen?
Wir werden nach unseren Möglichkeiten Obst, Gemüse und andere Dinge wie Nüsse anbauen. Aquaponik, Gewächshäuser oder Kräutergärten sind dabei obligatorisch. Jedoch sind auch Alkohol, Tabak, Kaffee, Kakao, Nahrungsergänzungsmittel usw. für viele wichtige Güter. Dazu möchten wir mit der Marktwirtschaft interagieren und zum Beispiel Angebote für Touristen schaffen, um ein paar Euro für die Dorfgemeinde einzunehmen.

9. Doch jeder ernährt sich anders. Habt Ihr daran gedacht?
Es gibt vegan, vegetarisch, omnivorisch, rohköstlerisch, Paleo etc. Der Anspruch lautet jedoch sein Gegenüber nicht für seinen Lebens-(Ernährungs)-Stil zu verurteilen. Es werden sich vor allem in Hinblick auf Festivitäten, ganz automatisch die jeweiligen Gruppen zusammenfinden und für jeden etwas dabei sein. Ein gesundes Maß an Separation in Bezug auf die Ernährung ist darüber hinaus vor allem bei einem ausreichend großen Grundstück denkbar.

10. Wo soll sich das Grundstück denn befinden?
Wahrscheinlich eine der wichtigsten Fragen. Hierzu haben wir mehrere Faktoren auserkoren, die es gilt zu vereinbaren : a) Preis, b) Größe, c) Wasservorkommen, d) Anbaumöglichkeiten/Fruchtbarkeit, e) Liberalität des Umfelds, f) Entfernung zu Deutschland, g) unmittelbare Lage. Wir sammeln derzeit noch Wunschvorstellungen potenzieller Teilnehmer sowie konkrete Grundstücksvorschläge.

11. Was ist mit der Schulpflicht?
Ein Lehrer kann grundsätzlich immer der sein der spricht und den Kindern etwas zeigen und beibringen kann. Es gibt Länder in denen Heimunterricht möglich ist und auch die Schaffung eines eigenen Orts zum Lernen bspw. in Form einer alternativen, freien Schule in der die Kinder ihre Interessen entwickeln können und Projekt-Teilnehmer Wissen vermitteln wäre denkbar. Ob eine staatliche Schule in der Nähe sein wird ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar und Eltern empfehlen wir sich über die Alternativen zu informieren. Auch welche Möglichkeiten es bei einer strikt durchgesetzten Schulpflicht gibt wird im verlinkten Artikel angesprochen, ansonsten muss hier im Einzelfall geschaut werden welche Bedürfnisse und Erwartungen seitens der Eltern bestehen.
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12. Und ältere Menschen, wo haben die einen Platz in der Gemeinde?
Hier können wir uns alle sehr gut ein System der Mehrgenerationenhäuser, wie sie unter anderem in Japan verbreitet sind, vorstellen. Ältere Menschen können dort zum Beispiel bei der Kinderbetreuung helfen und werden integriert statt abgeschoben. Jeder ist beschäftigt, die Alten haben eine Aufgabe, die Kinder sind unter Beobachtung und die Eltern können deutlich beruhigter ihren Tätigkeiten nachgehen. Über die Verfügbarkeit und Gestaltung der eventuell benötigten medizinischen Versorgung können wir derzeit noch keine genauen Angaben machen. Geplant ist eine Möglichkeit der Betreuung durch fachkundige Menschen und ein Weg der Finanzierung.
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13. Soll das eine wilde Kommune werden, indem alle machen was sie wollen und Drogen, Sex und Alkohol regiert?
In einem Dorf gibt es Regeln, Ordnungen und hier und da auch ein paar Paragraphen an die sich jeder halten sollte um ein gemeinsames Wohnen für alle erträglich zu gestalten. Natürlich zieht ein solcher Ort auch kreative, künstlerische, musische, esoterische und allgemein unkonventionelle Menschen an, die einen sehr individuellen Lebensstil bevorzugen. Wir möchten dennoch durch nachvollziehbare Grenzen ein harmonisches Dorfleben ermöglichen.

14. Gibt es dort eine Wohnwagensiedlung oder wie sieht das genau aus?
Jeder darf natürlich so wohnen wie er das möchte. Wer ein Tiny-House, einen alten Wohnwagen, ein Zelt, Tipi, Jurte oder Lehmhaus bewohnen möchte kann das auf seiner Parzelle umsetzen wie er will, insgesamt sehen wir jedoch eine gewisse Struktur vor die im Regelwerk verankert wird um ein Minimum an Ordnung zu gewährleisten.

15. Wird es einen Schnupperkurs oder ein Probewohnen geben für Unentschlossene?
Gar keine Frage, natürlich wird es so etwas geben. Bei Interesse einfach kannst Du uns über das Kontaktformular eine Anfrage schicken.

16. Was passiert im Krisenfall (z. B. Wirtschaftskrise)?
Eine gute Frage. Es wäre wünschenswert für alle dort lebenden Menschen soweit autark zu werden, dass eine Krise dort schöner zu überstehen ist als in der Stadt oder in ähnlichen Ballungszentren. Für den Extremfall planen wir im Vorfeld ein Krisenmanagement.

17. Was ist mit Gesetzen, Bauvorschriften, Genehmigungen?
Ein Blick in die Gesetzbücher des jeweiligen Landes ist bestimmt keine verkehrte Idee, aber Hauptaugenmerk sollte es trotzdem sein ein Land zu wählen in dem im Hinterland wenig bis gar keine Vorschriften dieser Art durchgesetzt werden, weil sich die dortigen Behörden einfach nicht darum scheren. Auch Freunde in den lokalen Behörden zu finden bzw. sich mit den Verantwortlichen gut zu stellen wird von uns angestrebt.

18. Was ist mit Technik, gibt es irgendwelche Regeln oder Vorschriften?
Wenige. Jeder darf natürlich die Technik nutzen die er will, geplant ist eine Anbindung ans Internet, wobei wir in Hinblick auf elektrosensible Menschen unnötige Strahlung vermeiden möchten. Neben einem Co-Working-Space, also öffentlichen Räumlichkeiten mit Internetzugang und einer Ladestation für Mobiltelefone wird es im Gemeinschaftsladen auch Batterien, Akkus oder Ähnliches geben. Wer glaubt Sonntags am Morgen seinen Rasen mit Benzinmotoren mähen zu müssen, muss mit Widerstand rechnen. Technik muss immer energetisch versorgt werden, wenn Du das kannst oder jemanden kennst der das kann, steht deinem Technikerlebnis nichts im Wege.

19. Wo packen wir unseren Müll hin?
Dieser sollte in unserem alternativen Dorf erst gar nicht entstehen. Gibt es ihn doch, beispielsweise durch Tourismus, werden wir intelligente Wege nutzen um den Müll zu recyclen, upcyclen oder ihn Touristen wieder mitgeben.

20. Haben wir Tipps oder Pläne für Einsteiger?
Hier eine kleine Auflistung von Dingen die Nützlich seien könnten:

  • Urlaub nehmen, sich bei uns melden und ein Probewohnen erfragen
  • Reinschnuppern und die Menschen dort kennenlernen
  • Bei gefallen, Wohnung auflösen, Sachen verkaufen, Umzug mit uns planen
  • Mitglied im Verein werden bzw. die Dorfregeln akzeptieren
  • Zelt, Schlafsack, kleiner Ofen und Campingartikel bereit halten
  • Sich Pflanzen-Samen, Gartenwerkzeug, Holzwerkzeuge oder Ähnliches Nützliches besorgen
  • Solarkollektoren, Lithium-Akkus bspw. aus alten Laptops sammeln oder auch Batterien aus Gabelstaplern/Golfwagen
  • Einen kleinen Essensvorrat einholen für die erste Zeit
  • Seinen Sparstrumpf haben für schlechte Zeiten
  • Herkommen und Bauphase beginnen
  • Anfangen zu leben
  • Dinge herstellen, Bilder malen, oder ein Reperationstalent sein