Survival/Prepping

EDC – Alles hat einen Sinn

Hallo Freunde der wirklichen Welt. Lange denke ich darüber nach Artikel über Themen wie “EDC”, “Prepping”, “Bushcraft” oder “SHTF” zu schreiben. Nun sitze ich endlich hier, ausgestattet mit einem mandelmilchhaltigen und mit Koffein versetzten Kaltgetränk. Die Zeit ist reif also auf ins Getümmel! Wenn euch die oben genannten Begriffe nichts sagen, dann seid ihr hier goldrichtig. DU bist meine Zielgruppe! In dieser Artikelserie geht es darum, Grundlagen zu schaffen. Und dafür muss ich in deinen Kopf. Klappe auf und rein da.

Es gibt Dinge, über die hast du dir noch nie Gedanken gemacht. Warum? Na warum solltest du? Was interessiert es dich, wie dein Schlüsselbund organisiert ist? Eben. Man kann sich ja schließlich in jeden Unsinn hineinsteigern, nicht wahr? Ja kann man. Meine Intention ist es nun, DIR klarzumachen, warum es sinnvoll sein kann, sich um scheinbar vollkommen unwichtige Dinge einen Kopf zu machen.

 

Was bedeutet dieses EDC von dem sie alle reden?

Anfangen will ich da mit dem englischen Begriff “EDC“. EDC steht für “Every Day Carry”, also Dinge, die du täglich mit dir herumschleppst. Alles was keine Kleidung ist, ist jetzt dein EDC. Was trägst du also in deinen Hosentaschen, am Gürtel, um den Hals, am Handgelenk, Jackentaschen, Handtasche, Bauchtasche, oder ggf. im Rucksack so ziemlich immer bei dir, wenn du deine Wohnung verlässt? Schlüssel, Mobiltelefon, Portemonnaie. Das sind wohl die prominentesten Vertreter, aber es gibt mehr. Bist du eine Frau, schütte deine Handtasche auf dem Tisch aus und schau was zum Vorschein kommt. Bist du ein Typ, mach alle Taschen leer. Feuerzeug, Zigaretten, Lippenstift, Deo, Notizbuch, Kugelschreiber, Kalender, Taschentücher, MP3-Player, Kopfhörer, USB-Stick, Schweizer Taschenmesser, Pinzette, Bonbons, Tampons, Feuchttücher, Brillenputztücher, Lesebrille, Schraubenzieher, Salzstreuer, Sonnenbrille, Handschuhe, Klappspaten, Taschenpanzer…

Normalerweise fasst man den Begriff EDC so eng, dass man nur von den Dingen spricht, die man am Körper trägt. Streng genommen ist deine Handtasche schon ein “EDC Bag”. Du kannst diese als direkte Ergänzung zu deinem EDC betrachten. Alles was du häufig und gerne bei dir hast, aber nicht direkt am Körper tragen kannst oder möchtest.

Es gibt Gründe, warum du Dinge bei dir hast. Frauen haben oft eine Tendenz, speziell durch eine Handtasche, Zeug mit sich herumzutragen, das selten bis nie einen Nutzen hat. Männer können das aber auch gut. Überlege allein wieviel alte Kassenbons und Visitenkarten du in deiner Geldbörse hast. Wie klein und leicht wäre sie wohl, wenn der ganze Schrott raus wäre? Damit kommen wir gleich zu einem wichtigen Punkt. Das Gewicht. Es ist nicht sinnvoll, jeden Mist tagtäglich mit sich herumzutragen. Das Zeug ist schwer, geht verloren, macht Krach, oder ist im Weg wenn man Dinge sucht die man gerade braucht.
Ich möchte mit dir zum einen alles aussortieren, was keinen Nutzen hat, wenn du damit deinen Alltag bestreitest, ganz im Sinne des Minimalismus. Gleichzeitig möchte ich dich mit Gegenständen ausstatten die deinen Alltag vereinfachen, bis hin zu einem Punkt, wo gewisse Dinge sogar dein, oder ein anderes Leben, retten können.

Beim Thema EDC ist es wichtig zu verstehen, dass es kein einheitliches EDC gibt, das für jeden geeignet ist.

Ich kann hier keine Liste erstellen, jeder besorgt sich den Kram und ist ideal ausgestattet. Ein EDC ist immer individuell an seinen Besitzer angepasst und wird von ihm selbst zusammengestellt. Ein EDC ändert sich auch.
Es ist abhängig von deiner Intention das Haus zu verlassen, ob du beispielsweise zu Freunden in den Garten fährst um Kaffee zu trinken oder zur Arbeit. Ob du ein Wochenende allein in der Wildnis nordrheinwestfählischer Großstädte verbringen möchtest oder mit einem Kumpel auf Kneipentour gehst. Vielleicht gehst du auch nur eine Runde um den Block mit deinem Hund spazieren oder fährst zum Wocheneinkauf.

 

Der Schlüsselbund

Egal was du tust, es gibt Gegenstände die dich immer begleiten. Als Erstes sei da wohl dein Schlüsselbund genannt. Meiner Erfahrung nach sind die oft behangen mit übermäßig vielen Schlüsselringen, abgerissenen Ketten von irgendwelchen Werbegeschenken, Kuscheltierchen oder sonstigem Ballast. Den geringsten Anteil haben tatsächlich die Schlüssel bei vielen Leuten. Vielleicht hast du auch so ein ominöses Schlüsselband dran gefummelt, was den ganzen Tag aus deiner Hosentasche baumelt. Was genau brauchst du davon denn wirklich? Was kann weg?

Mach nun bitte alle Schlüssel ab, hebe dir den besten Schlüsselring auf und lege den Rest an die Seite.

Minimalismus und Funktionalität ist unser Anliegen. Von nun an keine Deko mehr. Schlüssel in einer für dich sinnvollen Reihenfolge auf den Ring aufziehen, Karabinerhaken dran wenn du ihn gerne an dir oder deiner Kleidung/Rucksack fest machst und sonst nichts. Klappert dir das Ding zu viel, schaff dir eine Schlüsselglocke an oder nutze einen der vielen Organiser. Gute Erfahrungen habe ich da mit Keybar gemacht.

“Keybars” verschiedener Anbieter

Original “Keybar” aus Titan, hergestellt in den USA. Färbung ist selbstgemacht mittels Gasbrenner per “Heat Anodizing”.

Hatte so ein Teil lange im Einsatz und kann mich positiv über Service, Verarbeitung und Haltbarkeit aussprechen. Damit kannst du dir deinen Schlüsselbund auf ein sehr geringes Maß zusammenschrumpfen und ihn z.B. an deiner Hosentasche festmachen. Funktioniert dann wie ein Taschenmesser. Verliert man nicht, ist leise und ist immer bei der Hand wenn du ihn brauchst. Jedes Mal wenn ich mit meiner Frau, vollgepackt mit Einkaufstüten vor der Haustüre stehe fängt die Sucherei im Rucksack oder der Handtasche nach dem Schlüssel an. Mir sterben sekündlich mehr Nerven in der Schulter von den schweren Taschen ab und sie ist immer wieder überrascht wie plötzlich wir vor einer verschlossenen Tür stehen, wenn wir das Auto verlassen und zu Hause ankommen.

Schäkel

Eine andere Variante ist die Schlüssel auf einen Schäkel zu packen. Dazwischen die leeren Räume mit Unterlegscheiben füllen. Winzig, günstig, praktisch.

 

 

 

 

Konsistenz ist das Zauberwort

An dieser Stelle haben wir gleich den nächsten wichtigen Punkt angesprochen: Gewohnheit!
Du solltest dir angewöhnen, die Dinge die du brauchst, insbesondere wenn du sie mal schnell brauchen könntest, immer an dieselbe Stelle zu legen, oder in derselben Tasche zu haben. Wenn du Pfefferspray mit dir rumschleppst und erst tief in der Handtasche suchen musst um es zu finden, musst du einem räuberischen Herumtreiber begegnen, der dich dann erst in Ruhe suchen lässt. Soweit ich im Bilde bin, sind die relativ selten…

Zurück zum EDC. Schlüssel, check. Schrott runter, gescheit sortieren, ggf. leise machen. Fest am Körper befestigen wo er auch beim Rennen nicht verloren geht und immer griffbereit ist. Glaube mir, das schadet nicht. Wenn du dein Zeug immer auf die selbe Art mit dir führst, kannst du ohne nachzudenken immer darauf zugreifen. Im wahrsten Sinne des Wortes GREIFEN. Wenn es mal nötig ist, schnell zu reagieren oder sich zu beeilen BIST du auch schnell. Solltest du in einer Paniksituation sein, einem Unfall zum Beispiel, bringt dich das Suchen nur noch extra durcheinander und kostet wertvolle Zeit.

Bist du dir unsicher, ob du etwas zu Hause liegen gelassen hast, reicht ein Spüren oder antippen eines Teils deines Körpers und du weißt sofort ob du den gesuchten Gegenstand bei dir hast oder nicht. Steigst du hektisch aus der Bahn aus, weil du fast deine Haltestelle verpasst hast, reicht ein kurzes Abtasten und ein Blick auf deinen Sitz aus, um dir Gewissheit zu verschaffen, dass nicht liegen geblieben ist. Alles klar? Jut, weiter im Text.

 

Deine Geldbörse

Geldbörsen. Ein Horror für jeden Prepper. Ich habe Freunde, meist Frauen, die rennen allen Ernstes in ihrem Privatleben mit einem Gastronomie-/Kellnerportemonnaie durch die Gegend. Das Teil ist schwerer und größer als alles mit dem ich grundsätzlich die Außenwelt betrete. Der absolute Wahnsinn. Hier ein Bild meiner Geldbörse:

links oben: Vita EDC Kydex Wallet von Armatus Carry.

Ich habe nur diese Kydexgeldbörse in der Hosentasche. Immer in derselben. Sollte ich Kleingeld mitnehmen wollen, stecke ich den kleinen Stoffbeutel mit ein. Da ich das Dingen nicht als lebensnotwendig einstufe, habe ich mein Gerber Shard dort mit hineingetan. Das ist die kleine schwarze Brechstange/ Schraubenzieher/ Flaschenöffner/ Sachenabkratzer/ Pistazienöffner rechts im Bild.
Am Schlüssel ist mir das auf Dauer etwas nervig geworden. Für kurze Unternehmungen wo ich kein Kleingeld einpacke, brauche ich das auch nicht. Wenn ich länger vor der Tür bin hab ichs mit dem Kleingeld dabei. Alles andere hat Kreditkartengröße oder kann entsprechend klein gefaltet werden. Durch den starken Riemen und den speziellen Druckknopf geht die Geldbörse unter Garantie nicht auf. Der Druckknopf lässt sich nur in eine Richtung öffnen. Wenn ich einen Gürtel trage, kann ich meine Geldbörse sogar am Gürtel festmachen. Auch ein Taschendieb kriegt die nicht gut ab. Allein weil er den Mechanismus nicht kennt. Ohne Übung kann das hakelig sein.

Ich kann mir im Urlaub auch einfach ein Band nehmen und meine Geldbörse um den Hals und unterm T-Shirt tragen. Die Möglichkeiten sind endlos. Vor allem erfüllt es unsere Kriterien. Minimalistisch, also aufs wesentliche beschränkt und funktional. Auch hier diene ich nur als Ideengeber. Seine Geldbörse neu zu organisieren kann eine kreative Mammutaufgabe werden, wenn man sie bis zum letzten optimieren will.

 

Das Smartphone

Der letzte der drei am meisten verbreiteten Gegenstände ist dein Mobiltelefon. Da gibt es selbst für den unpräpariertesten nicht viel zu sagen. Wenn ihr eins habt und es mit euch rumtragt, guckt ob ihr euch ne Hülle drum schrauben wollt, ggf. ein Schutzglas auf das Display. Wer will kann sich Staubschutzstöpsel für die Kopfhörerbuchse besorgen bzw. den Micro-USB-Anschluss (solltet ihr nicht zum Appleclan gehören). Um den Kopfhörerstöpsel nicht zu verlieren habe ich mir da eine kleine Schlaufe mit einer Schnur dran gebunden. Wenn ich den Stöpsel entferne um Kopfhörer einzustecken, ziehe ich das Kabel durch die Schlaufe, der Staubstöpsel baumelt am Köpfhörerkabel und geht nicht verloren.

Je nach Modell könnt ihr auch komplett ausrasten und euch eine Hülle von Otterbox holen. Dann hat euer Handy vermutlich die Maße eines Backsteins, ist dafür aber vor den heftigsten Stürzen, sowie vor Wasser und Dreck geschützt. Wen das nicht stört und gerne maximalen Schutz für das edle Gerät möchte, sollte da mal nachschauen.

Ab hier hätten wir die grundsätzlichsten Dinge abgehandelt. Ab jetzt geht es zu den Gegenständen, die ich für essenziell halte und zusätzlich immer dabei habe.

 

Das Messer / Multitool

Ein Messer sollte man immer dabei haben. Es ist das älteste Werkzeug der Menschheit. Es gibt sie in allen möglichen Varianten und Formen. Ob ich mir nun meine Banane ins Müsli schneide, aus Langeweile etwas schnitze, oder eine von diesen unsäglich zugeschweißten Verpackungen öffnen möchte. Vielleicht verzweifle ich auch an einer Konserve und weiß nicht wie ich sie ohne Dosenöffner aufbekomme. Es gibt unzählige Gründe ein Messer bzw. ein Multitool mit sich zu führen.

Ich rate an dieser Stelle ausdrücklich davon ab ein Messer zum Zwecke der Selbstverteidigung mit sich zu führen. Ein Messer, egal welcher Art, ist hochgefährlich für beide Seiten. Selbst gut ausgebildete Spezialisten raten ausdrücklich davon ab. Insbesondere ohne jahrelanges Training. In einer Messerstecherei gibt es nur Verlierer. In einer Kampfsituation merkt man nicht mal wenn man verletzt wird und ist schneller sehr schwer verletzt oder tot als man glaubt! Greif zu Pfefferspray und renn, riskiere nicht dein Leben, nur weil in Filmen und YouTube-Videos so coole Techniken zum entwaffnen gezeigt werden.

An dieser Stelle dampfe ich das Thema ganz rapide herunter. Sonst lasse ich mich ewig darüber aus. Es hat vieles mit dem Einsatzzweck, Geschmack und Umgebung zu tun. Grundsätzlich unterscheide ich zwischen Messer und Multitool. Bei den Messern zwischen Klapp-/Taschenmesser und Feststehenden. Am anschaulichsten wird es vielleicht, wenn ich dir einfach zeige, was ich an Messern / Multitools nutze.

Esee Izula II

Esee Izula II mit Micarta Griffschalen. Kohlenstoffstahl, Beschichtung entfernt.

Das Esee Izula II ist mein absoluter EDC Liebling. Ich bin kein Fan von großen Messern. Ich brauche die Länge einfach nicht. Wichtiger ist mir ein ausreichend großer Griff. Den hat das Izula definitiv. Mit den Griffschalen wird es noch angenehmer. Keine Hot Spots (wunde Stellen), keine anfällige Mechanik. Perfekt gehärteter 1095er Kohlenstoffstahl aus dem Hause Esee. Das Messer hat einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere beim Einsatz im Wald. Die Klinge lässt sich sehr scharf schleifen und die Schnitthaltigkeit bleibt lange erhalten.
Wer möchte kann es mit dem Clip an der Hose oder dem Gürtel befestigen, sich einen TEK-LOK besorgen und es in jeglicher Position am Gürtel befestigen, es als “Neck Knife” mit einer Schnur um den Hals tragen oder es einfach in die Hosentasche stecken. Alles getestet. Funktioniert tadellos.

TEK-LOK

Eine Einschränkung hat das Izula bei mir, das wäre das schneiden von Nahrungsmitteln. Mit Beschichtung nicht schön und ohne hat man den nackten Kohlenstoffstahl, der das Essen metallisch schmecken lassen kann.

 

 

Ontario Rat-1 | Ontario Rat-2

Ontario Rat-1, §42a-konform

Wer kein feststehendes Messer möchte der kann auf das Ontario Rat-1 zurückgreifen. Ein ordentlicher Brocken ist das allerdings. Es gibt das Messer auch in kleiner, da ist es dann nicht mehr so klobig. Die kleinere Variante ist das Ontario Rat-2. Um es in Deutschland §42a-konform zu machen, müssen die Stummel für das einhändige Öffnen an der Klinge abmontiert werden.
Das Messer ist super gelagert und lässt sich butterweich öffnen. Der Clip lässt sich in allen 4 möglichen Positionen befestigen. Somit kann das Schneidwerkzeug “tip up” oder “tip down” getragen werden. Zur Reinigung ist es vollständig zerlegbar. Dank Torx-Schrauben franzt da auch nix aus oder bildet kratzige Grate. Durch die Verwendung von Edelstahl ist auch Flugrost kein Thema oder das Schneiden von Nahrungsmitteln.

Opinel Messer

Opinel No. 8, Griff modifiziert, Olivenholz

Das gute alte Opinel. Das ikonische französische Messer wird seit Ende des 19. Jahrhunderts gefertigt. Der Stahl der Messer ist wirklich gut. Kosten extrem niedrig. Ein standard Opinel bekommt man für unter 10€. Man kann sie modifizieren, den Griff verschönern und findet dazu Unmengen an Videos im Internet. Als normales Taschenmesser finde ich die Größe 8 ideal. Nicht zu klein und nicht zu groß. Perfekt zum Essen schneiden, aber auch schnitzen im Wald verträgt es gut. Durch die Schelle an der Mechanik lässt es sich auch sehr sicher feststellen.

Jeder sollte ein Opinel haben!

Victorinox Pioneer Alox

Victorinox Pioneer mit Alox-schalen

Victorinox Mountaineer

Victorinox Mountaineer. Nadel und Schraubendreher für den Korkenzieher müssen extra besorgt werden.

 

Victorinox. Vermutlich die bekanntesten Taschenmesser überhaupt. Die schweizer Messer sind bis heute legendär. Bei mir kommen sie als Multitool zum Einsatz. Das Pioneer mit Alox-schalen ist mein leichter Begleiter bei seichten Spaziergängen durch den Wald. Die Ahle finde ich besonders praktisch. Das Mountaineer wohnt in meinem Rucksack und wird zu allen möglichen Gelegenheiten herangezogen.

Bei Victorinox Messern kann man im Grunde nichts falsch machen. Wissen muss man allerdings das kaum ein Messer eine feststellbare Klinge hat. Das macht den Umgang sehr gefährlich. Was die Qualität angeht konnte ich mich nie beschweren. Insbesondere der verwendete Stahl wird sehr scharf und hat eine sehr gute Schnitthaltigkeit.

Ich habe mich bisher immer für Victorinox entschieden, da der Gegenspieler Leatherman mir mit einer Zange bisher nichts bieten konnte, was ich jemals vermisst hätte. Insbesondere die Scheren an den schweizer Messern sind wirklich klasse.

 

Das Feuerzeug

Jawohl, Feuer. Ohne sollte man nicht das Haus verlassen. Auch als Nichtraucher. Man kann sich eine Zigarette anzünden, einen Faden am T-Shirt abflemmen, oder in der Zombieapokalypse ein Lagerfeuer machen. Klein, leicht und es gibt meines Erachtens keinen guten Grund dagegen. Die bekanntesten Objekte dieser Kategorie sind wohl diese beiden Kollegen:

BIC Maxi | BIC Mini | Clipper

links: Clipper, rechts: BIC Mini
Tesla Lighter.

Das BIC-Feuerzeug ist einweg. Beim Clipper lässt sich das Gas auffüllen und der Feuerstein wechseln. Problematisch können Gasfeuerzeuge bei sehr geringen Temperaturen sein. Wird es zu kalt, zünden sie nicht mehr. Im tiefsten Winter vielleicht nicht die beste Wahl, wenn man darauf angewiesen ist.

Wer etwas extravaganter sein will und statt Gas lieber mit Strom arbeiten möchte, dem empfehle ich sogenannte “Arc Lighter“. Diese erzeugen einen elektrischen Plasmabogen der enorm heiß ist. Die Teile lassen sich per USB laden, somit einfach wieder in Gang zu bekommen, sollte es leer werden und Zugang zu elektrischem Strom bestehen. Auch eine Powerbank bringt es schnell wieder ans Laufen.

Dann gibt es noch sogenannte “Peanut Lighter“. Die “Erdnussfeuerzeuge” sind sehr klein und funktionieren wie ein Zippo. Nur das sie nicht nach zwei Tagen leer sind, da sie meist mit einem Gummiring abgedichtet werden. Winzig klein lassen sie sich wunderbar am Schlüsselbund montieren und fallen nicht weiter auf.

 

Die Taschenlampe

Licht ist für mich ausgesprochen wichtig. Eine Taschenlampe ist im Alltag ungemein praktisch. Das weiß man aber erst zu schätzen, wenn man anfängt eine mit sich herumzutragen. Viele haben eine “normalgroße” Lampe bei sich. Per Clip an der Hosentasche montiert und gut.
Ich versuche mein EDC so schlank wie möglich zu halten und nehme eine Standardlampe lieber extra in meinem Rucksack mit. Für das tägliche Leben reicht mir eine kleine Lampe mehr als aus. Da gibt es verschiedene Varianten, aber absoluter Favorit ist für mich Nitecore. Das Modell Tip als auch das Modell Tube sind beide uneingeschränkt zu empfehlen. Die Tip ist ein bischen größer, hat eine noch deutlich stärkere Leistung und längere Akkulaufzeit. Sie sind ziemlich robust und per USB zu laden. Beide passen mit einem kleinen Schlüsselring astrein an den Schlüsselbund.

Nitecore Tip | Nitecore Tube

links: Nitecore Tip, rechts: Nitecore Tube inkl. selbstgemachter Schlüsselglocke.

 

Die Armbanduhr

Für mich nichts mehr was ich trage, aber viele schwören darauf. Es gibt deutliche Argumente für eine Armbanduhr, vorallem dann, wenn kein Handy mitgeführt wird. Wer das Geld für so ein ausgefuchstes Modell der G-Shock-Reihe von Casio hinblättert, der kann sich nicht nur um hunderte Euro erleichtern, sondern hat schon einen kleinen Computer mit aller erdenklicher Sensorik am Handgelenk. MacGyver würde vor Neid erblassen. Ansonsten kann ich da garnicht so viel zu sagen. Armbanduhren sind einfach nicht Meins. Stört mich auf Dauer einfach am Handgelenk.

Baby-G Damen Armbanduhr BG-169R

 

Die Kapsel

Genau, die Kapsel. Ein kleines Behältnis was wunderbar an den Schlüsselbund angefügt werden kann. Aber wozu dieses wundersame Objekt?

Nutzen kann man eine solche Kapsel eigentlich für alles was reinpasst. Besonders praktisch für Outdoor-Freunde, die auf Nummer sicher gehen wollen wenn es um Feuer geht. Die packen sich da ihren Notfallzunder rein, oder ein paar Streichhölzer und haben direkt eine Sorge weniger. Eine andere Idee wäre dort Medikamente hineinzutun. Kopfschmerztabletten, etwas gegen Durchfall, Globullis und Kaugummis sind nur die verbeitetsten Transportwaren.

Praktisch, klein, leicht, wasserdicht und günstig.

Kapselanhänger auf Amazon

Kapsel aus Titan, mit “Heat Anodizing” per Gasbrenner eingefärbt.

 

Schlusswort

Für das Erste war es das nun. Weitere Artikel werden folgen. Als seichten Einstieg solltest du hier in erster Linie den gedanklichen Ansatz mitgenommen haben. Unnötiger Ballast soll weg, alles soll möglichst leicht und klein werden, wenn Dinge hinzugefügt werden, dann weil sie einen sinnvollen Nutzen haben.
Stellst du fest, wie ich mit meinem Gerber Shard, dass du deine Sachen nicht so häufig nutzt wie gedacht, dann plaziere es an einer anderen Stelle deines EDC oder wirf es ggf. raus. Je weniger Teile du bei dir hast, desto einfacher kannst du die Übersicht behalten, wenn nötig kontrollieren ob etwas fehlt.
Schaue deine Lebenssituation, deine Gewohnheiten und Vorlieben an, dann entscheide wie dein EDC aussehen könnte.

Bis Neulich.

Unser Vereinsvorsitzender, zukünftiger Ökodorf-DJ und die gute Seele des Projekts. Als Pionier der ersten Stunde und Survival-Enthusiast schleift er alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist.

Ein Gedanke zu „EDC – Alles hat einen Sinn

  1. … damit ich meinen Schlüsselbund nicht verliere,
    hängt er an einer schönen Kette und ist am Gürtel befestigt …

    … am Schlüsselbund befinden sich 3 nötige Schlüssel sowie
    ein Mini Leatherman und ein Nagelclipser von Victorinox …

    … verpackt kann alles in einem Baumwolltäschchen werden,
    das auch noch mit dranhängt …

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