Autarkie

Autarke Energieversorgung mit Biomeiler

Ein Biomeiler ist eine der zahlreichen Möglichkeiten um eine autarke Energieversorgung sicherzustellen. Hierbei wird Energie in Form von Wärme und Biogas durch Verwendung von Holzschnitt und Wasser produziert.

Der Holzschnitt

Als Grundrohstoff für den Holzschnitt dient vor allem Unterholz. Unterholz muss in Wäldern sowieso entfernt werden, da es eine enorme Brandgefahr darstellt.
Hierfür muss das Unterholz möglichst fein zerschreddert werden. Sägespäne eignen sich ebenfalls zur Verwertung als Grundstoff für einen Biomeiler. In der Permakultur würde dieses Unterholz einfach auf dem Boden verbleiben und dort verrotten.
Nutzen wir den Verrottungsprozess hingegen in einem Biomeiler, ist es uns möglich Energie zu produzieren. Der am Ende des Prozesses entstandene Dünger kann dann wieder in die Permakultur zurückzugeben werden.

Aufbau eines Biomeilers

Der Aufbau eines Biomeiler ist verhältnismäßig simpel gestaltet:

1) Eine kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von etwa sechs bis zehn Metern wird mit einem Gemisch aus Holzschnitt und Wasser kniehoch bedeckt und möglichst stark verdichtet.

2) In der Mitte des Meilers wird ein Gärraum für die Gasproduktion aufgestellt der mit Wasser und einem bereits mehrere Monate gereiftem Kompost gefüllt wird.
Wenn man nur die Wärme des Prozesses nutzen möchte ist solch ein Gärraum nicht zwingend notwendig. Er stellt aber eine gelungene Kombination für die Gewinnung von Biogas dar.

3) Anschließend wird ein Rohr aus Kunststoff oder Kupfer spiralförmig auf der Fläche verlegt.
Nun wird das Ganze mehrere Meter hoch mit weiterem bewässertem Holzschnitt bedeckt und immer wieder verdichtet. Das Rohr wird Ebene für Ebene weiter verlegt und so können einige hundert Meter Rohr in dem Meiler verbaut werden.

Nutzung des Biomeilers

Bereits wenige Tage nach dem Aufbau des Meilers beginnen die Bakterien und Mikroorganismen ihr Werk.

Wir können nun kaltes Wasser an einem Ende des Rohres hineinpumpen und erhalten am anderen Ende unabhängig von der Außentemperatur über 60 Grad Celsius warmes Wasser.
Selbst wenn der Meiler meterhoch mit Schnee bedeckt ist, erhitzt er das Wasser ungebremst weiter.
Je nach Größe des verbauten Gärraums, der vom Prinzip nicht mehr als ein luftdicht verschlossener Stahlbehälter mit einem Ventil ist, lässt sich so nebenbei auch noch Biogas zum Betrieb eines Gasherdes oder Fahrzeuges erzeugen.
Wie zu Beginn bereits erwähnt, bleibt nach dem Verrottungsprozess als einziger Bestandteil reiner Dünger übrig. Dieser kann dann z.B. problemlos für die eigene Landwirtschaft weiter genutzt werden.

Ich habe stundenlang recherchiert und keine einzige Angabe darüber gefunden ob jemals jemand auf die Idee gekommen ist, beim Aufbau des Meilers bereits einen Anteil von 20% Holzkohle beizumengen.
In der Theorie wäre es doch so möglich nicht nur “normalen” Dünger zu erhalten, sondern Terra PretaDauerhumus.
Dies würde bedeuten, dass wir hier von so einer Art eierlegender Wollmilchsau – die auch noch fliegen kann – sprechen.
Denn das so produzierte Terra Preta ist nicht nur ein einfacher Dünger, der für eine bestimmte Zeit den Pflanzen gut bekommt, sondern ein existenzieller Bestandteil der Permakultur.
Wie in meinem Permakultur Beitrag bereits erklärt, stellt der Boden die wohl wichtigste Eigenschaft einer Permakultur dar.

Wenn wir jetzt also aus einer Quelle Wärme, Biogas und auch noch dauerhaft fruchtbaren Boden herstellen, steht einer autarken Versorgung einer Gesellschaft nichts mehr im Weg.
Je nach Größe des Meilers ist eine dauerhaft durchgehende Versorgung mit über 60 Grad warmem Wasser für etwa 12 bis 20 Monate möglich. Der Gärraum im Inneren des Meilers sollte dann so dimensioniert werden, dass er über einen ähnlichen Zeitraum Gas liefert.

Keine Raketentechnik

Im Prinzip kann sich jeder mit etwas handwerklichen Geschick selbst so einen Biomeiler aufbauen.
Einzig und Allein das Wissen um diese Technik scheint vergessen worden zu sein.
Wahrscheinlich ist die eigene Bequemlichkeit heutzutage der Grund dafür, dass die Menschen lieber Knöpfe drücken, anstatt einmal im Jahr mit einem dutzend Mitmenschen für ein paar Tage an einem solchen Biomeiler zu bauen.
Eigentlich ist diese Tatsache komplett unverständlich, denn man kann schlussendlich mit einem selbstgebauten Meiler einen ganzen Straßenzug mit kostenloser Wärme und Biogas versorgen 🙂
Außerdem stellt er die Grundlage (Terra Preta) für eine ökologische Lebensmittelproduktion vor der eigenen Haustür dar.

Die Zukunft wird kommen… machen wir´s besser!

Eigentlich Südamerika im Blick, gehört er zu den Menschen die schon lange entschlossen sind das “gute Leben” durch Naturverbundenheit und Selbstbestimmung nicht länger vor sich her zuschieben. Ein Mann der Tat also, der zu den Pionieren des Projekts gehört und sich nicht nur sehr gut mit Permakultur auskennt.

2 Gedanken zu „Autarke Energieversorgung mit Biomeiler

  1. … ich vermisse hier eine Korrektur-Funktion … da mir manchmal
    unbemerkt Schreibfehler unterlaufen,
    die ich gerne noch korrigieren würde …

    … zum Magnetmotor noch folgendes:
    … Jan van Helsing hat im outback von – ich glaube es war Neuseeland –
    in einem seiner Bücher von einem Mann in einer Hütte lebend,
    mit besagtem (selber gebasteltem) Motor berichtet …

    … nicht immer wieder, sondern nur einmal auf den Knopf drücken: läuft und Strom für immer.
    DAS nenne ich autark.

  2. … Brandgefahr durch Unterholz … ?
    … na ja …

    … in meiner Nähe läuft so ein BiogasMeiler … der wird scheinbar mit Mais befeuert, das auf den Feldern rings herum angebaut wird … Mais ist ein Nahrungsmittel, in meinen Augen … außerdem macht das Teil teilweise gewaltig Lärm …

    … ich halte absolut gar nichts von dieser systemorientierten “Energiewende” … das ist alles Betrug auf Kosten der Menschen und der Umwelt …
    … auch halte ich nichts davon, tonnenweise Holzkohle zu verwenden … außer Mann findet sie im Wald, der sich gerade durch Unterholzentzüdung ins Nirvana verabschiedet hat …

    … es müssen völlig neue Denkansätze her … z.B. Magnetmotor …
    … meine Sicht der Dinge … nicht mehr und nicht weniger …

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